Januar 3

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2024: Zeit für kollektives Neu-Denken der Welt

By Bianca Merz

Januar 3, 2024

Vertikale Entwicklung

„Erinnere dich daran, dass du nicht allein bist; deine Gedanken, Ideen und Träume sind Teil eines grösseren Ganzen.“

„Wenn etwas Neues kommt, dann kommt es nur von der Basis her“.

Diese Sätze stammen von der renommierten Denkerin Luise Rinser (1911-2002). Das zweite Zitat entstammt einem Gespräch von anno 1984, das vor wenigen Tagen auf Youtube veröffentlicht wurde und reflektiert Rinsers Gedanken zu Humanismus, Frieden und gesellschaftlicher Verantwortung. Ihre Aussagen könnten teilweise Zeit-aktueller nicht sein. (Einzig der Interviewer scheint etwas aus der Zeit gefallen und scheint für mich irgendwie ein bisschen überfordert mit der interessanten Frau bzw. ihren Aussagen 😉

Jedenfalls in den vergangenen 40 Jahren hat sich vieles zum Positiven verändert. Ich war zwar 1984 erst 10 Jahre alt und doch ist mir das Frauenbild von damals oder auch die Schulzeit, als Lehrpersonen teils handgreiflich wurden, noch in schaler Erinnerung. 

Und trotz des „Fortschritts“ – oder gerade deswegen – stehen wir vor grösseren und komplexeren Krisen denn je. Das bisherige Verständnis von der Welt und die einseitig analytische Herangehensweise an komplexe Themen (die für komplizierte Themen ausreichte) erscheinen erschöpft.

Die Frage, ob es zu einem Zusammenbruch oder einem Neugestalten unserer sozialen, politischen und wirtschaftlichen Systeme kommt, stellt sich mir seit einiger Zeit.

Ich hoffe und setzte auf einen Durchbruch und engagiere mich daher in Kreisen die sich die Frage stellen, welche Welt wir kreieren wollen. Im Wissen, dass wir die Zukunft weder managen noch planen können. Doch wir können Umstände schaffen, welche das Emergieren nachhaltiger und ganzheitlicher Systeme ermöglicht. Das gelingt jedoch nur im Kollektiv. Mit unterschiedlichen Sichtweisen und Expertisen. 

Und inmitten der Fragmentierung von Meinungen ist es entscheidend, eine neue, tiefere und ganzheitlichere Art von Beziehung einzugehen – zu anderen, zu uns selbst und zur Welt. Das erfordert Offenheit und Neugier für das, was sich zeigen mag, sowie die Bereitschaft, Loszulassen, was nicht mehr hilfreich ist. Eine umfassende Veränderung erfordert zudem individuelles und kollektives inneres Wachstum. Nicht nur lebenslanges Lernen, sondern insbesondere auch einen individuellen und kollektiven Reifungsprozess. Und auch dafür bestehen bereits Räume und Ideen. Nur sind sie noch nicht so bekannt.

Wenn du auch spürst, dass wir an einem Wendepunkt stehen. Wenn du nun innerlich genickt hast, aber gleichzeitig denkst, dass du allein nichts ändern kannst, oder dass du viel zu müde bist, um etwas zu tun, oder einfach nicht weisst wo ansetzen und du Lust hast, nicht nur passive Zuschauer*in zu sein, dann könnte der Anlass „Gemeinwohlpolitik – Illusion oder Lösungsweg“ am Samstag, 3. Februar, in Bern sehr interessant für dich sein. Hier werden aus verschiedenen Bewegungen und Organisationen Alternativen zu aktuellen Systemen vorgestellt, und du hast zudem die Möglichkeit, dich zu vernetzen (und mit mir zu apérölen im Anschluss :-).

Der Verein Integrale Politik (wo ich u.a. Selbstorganisation seit zwei Jahren für mich in echt erproben kann), ist für mich weniger eine Partei sondern vielmehr eine Bewegung für einen notwendigen Bewusstseinswandel in der Gesellschaft. Mit Herz und Verstand. Mit einem integralen Weltbild.

Meine Motivation für mein Engagement in den Worten von Hannah Arendt: „Politik ist angewandte Liebe zur Welt.“

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    • Danke, lieber Karl, für dein wunderschönes Feedback – und für die inspirierenden Links. Gibt mir ebenfalls Hoffnung. Herzlich, Bianca

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