Zuversicht oder Optimismus zum Frühstück? Sowohl als auch!

«… ich habe mich sehr gefreut über deine Nachricht, es kommen dann doch immer so Goodvibes rüber, ich schneide mir da gerne was ab von deiner Zuversicht, das macht dich wirklich sehr aussergewöhnlich, dass du zwar auch so deine Krisengedanken hast und aktuell einiges in Frage stellst, und trotzdem irgendwo sehr bei dir bleiben kannst und das finde ich toll und das färbt gerade ein bisschen auf mich ab, wenn ich deine Stimme höre …»

Das ist der Ausschnitt aus einer Sprachnachricht, die ich am letzten Tag des Jahres 2021 von einer lieben Bekannten erhalten habe. Obwohl wir uns weder lange noch sehr gut kennen, haben wir uns im vergangenen Jahr immer wieder erzählt, was uns gerade so bewegt, herausfordert, freut oder traurig stimmt. Ich war erstaunt über ihre Wahrnehmung, denn ich glaubte, dass ich gerade in den vergangenen Monaten viele negative Gedanken und Phasen durchlebt und -fühlt hatte und auch darüber berichtet hatte. Und doch war Zuversicht spür- und hörbar?!

Und so frage ich mich und lasse dich mit diesem Artikel gerne teilhaben an folgenden Gedanken:

Was ist Zuversicht und was verstehe ich darunter?
Wo kommt sie her und wie findet man sie?
Und was hat Zuversicht mit einem Frühstücks-Müesli zu tun?

Zuversicht ist …

Duden beschreibt Zuversicht folgendermassen:
«festes Vertrauen auf eine positive Entwicklung in der Zukunft, auf die Erfüllung bestimmter Wünsche und Hoffnungen.»

Für mich beschreibt das den Optimismus und das ist für mich etwas anderes – wenn auch ebenso Wichtiges. Dieser fokussiert sich eher auf den Endzustand und dass dieser so eintritt wie ich mir das heute wünsche und vorstelle und wenn ich nur auch fest daran glaube, kommt es auch so.

Zuversicht ist für mich jedoch, dass ich daran glaube, dass auch wenn etwas nicht gut ausgeht oder nicht nach meinen Vorstellungen läuft, gut kommt und ich Spielräume darin finden kann. Es gibt Situationen im Leben, in denen wir Schwierigkeiten nicht ausweichen können und doch habe ich eine innere Überzeugung, dass ich da genau die Erfahrungen machen darf, die nötig sind für mich (#eschuntwiesmues). Retrospektiv waren Krisenphasen in meinem Leben diejenigen, die mich jeweils haben wachsen lassen und ich bin dankbar dafür – auch wenn ich ehrlich gesagt nicht alles nochmals durchleben möchte. Ich könnte wohl kaum Menschen guten Gewissens in und durch Transformationsphasen begleiten, wenn ich nicht selber die Erfahrungen von Veränderung und teils echten Transformationen im Berufs- und persönlichen Leben erfahren hätte. Also hatte es doch was Gutes … oder hat mir die Option gegeben, was daraus zu machen.

Zuversicht kommt …

… aus meinem Innern; aus der Überzeugung und dem Glauben, dass das, was ich tue einen Wert hat und mein Sein einen Sinn. Sie kommt wohl auch aus der Lebenserfahrung, aus der Liebe in der Beziehung und am Leben, aus meiner Neugier und der Freude am Erleben an sich und mein Interesse an der Persönlichkeitsentwicklung. Letztere hat mich u.a. auch zu Themen wie Astrologie und Gene Keys gebracht und damit ergänzende – sehr eindrückliche und erhellende- Erkenntnisse darüber, was meinen Lebensweg und meine Lebensthemen angeht. Und das bringt mir Gelassenheit – und eben Zuversicht!

Gibt es ein Patentrezept?

Nein. Jeder Mensch ist ja einzigartig und darf das für sich entdecken.
Wichtig ist, es geht oft nicht darum, viel zu tun dafür – also äusserlich etwas zu leisten. Es geht vielmehr um diese kleine, innere Verschiebung die damit zu tun hat, wie man auf die Situation blickt. Es geht um Wahrnehmung und Bewusstsein. Was kann dir in einer Zeit grosser Verunsicherung helfen, Zuversicht zu bewahren? Woraus ziehst du in schwierigen Situationen Vertrauen? Was bedeutet für dich Zuversicht und was nährt sie? Wie siehst du dem dem „Morgen“ entgegen?

Und doch auch Ja!

Als Inspiration doch noch ein paar Ideen und Tipps:

Was immer hilft, ist Bewegung. Und die Erfahrung des Nicht-Alleinseins. Der Soziologe Hartmut Rosa beschreibt das als Resonanz. Davon, dass wir alle eine Beziehung zur Welt haben und Teil davon sein. Er spricht konkret vom «Widerhall der Welt». Dies kann man in der Musik erfahren, bei Waldspaziergängen, beim Lesen, bei der Kunst, bei der Gartenarbeit uvm.

Und was auch hilft, ist sich bewusst zuversichtlich zu fokussieren. Mit unseren Jahresgrüssen haben wir vom Compima-Team diese Woche mit Hilfe von Mary’s Naschereien (www. marys-naschereien.ch) kleine kulinarische Genüsse in Form von Powerriegeln sowie einem Zuversicht-Müesli versendet. Dazu der Spruch von Sokrates zum Geheimnis des Wandels welcher besagt, dass wir unsere Kraft nicht auf das Bekämpfen des Alten konzentrieren sollten, sondern darauf, das Neue zu formen. Ich bin überzeugt davon, dass wir uns ohne Angst, sondern mit Freude und etwas Respekt auf das einlassen sollen, was uns momentan noch verborgen ist, auf all die Geschenke des Lebens die wir jeden Tag sammeln dürfen. Und diese Gedanken können wir gleich zum Frühstück tanken.

Und schlussendlich:
Zuversicht nimmt dann zu, wenn man sich mit zuversichtlichen Menschen umgibt.

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